SHARE YOUR STORY WITH US:
oralhistory@aacvr-germany.org
“Do you know what it’s like for a Negro to be among the ‘conquerors’ instead of the defeated? We learned about it for the first time when we ‘occupied’ Germany and none of us ever got over it. We will never go back to the old way again.“
> more Maria Höhn Wins DAAD/GSA Prize for the Best Article in the German Studies Review > more Photography Exhibition Germany: Deutsch-Amerikanisches Institut German American Institute Tübingen October 1 - November 26, 2010 USA: University of California, Berkeley, CA October 7 - November 7, 2010 A Breath of Freedom By Maria Höhn & Martin Klimke Forthcoming with Palgrave Macmillan Fall 2010 > more House Resolution Recognizing the Difficult Challenges and Heroism of Black Veterans February 24, 2010 > more Marvin Gilmore Honored for WW II Military Service > more Boston Globe article Vernon Baker, Belated Medal of Honor Recipient, Dies at 90 > more |
|
|
Press Zur Sache: Was sich hinter „Ramstein 2“ verbirgt Das Landgericht Zweibrücken verhängte am 12. Juli 1971 Strafen gegen zwei afroamerikanische US-Bürger: Lawrence Jackson wurde wegen versuchten Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt, William Burrell freigesprochen, doch musste er wegen Verstoßes gegen das Passgesetz eine Geldstrafe zahlen. Es war der erste Prozess im Zusammenhang mit der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung „Black Panther Party“ auf deutschem Boden, wie die RHEINPFALZ in jenem Sommer berichtete. Anlass war ein Vorfall auf der Air Base Ramstein am 19. November 1970: Auf dem US-Militärstützpunkt wollten die Angeklagten Propagandamaterial der „Black Panther“ verteilen - Werbung für eine in Frankfurt geplante Veranstaltung mit Kathleen Cleaver, einer führenden „Black Panther“-Repräsentantin. Bei der Zugangskontrolle kam es zu einer Auseinandersetzung mit dem deutschen Wachmann Dieter Lippek. Dabei fielen Schüsse, durch die der Wachmann schwer verletzt wurde. Zwar gelang Burell und Jackson die Flucht, doch wurden sie wenig später gefasst. Der Prozess in Zweibrücken war von heftigen Prosteten begleitet, auch während der Verhandlung kam es zu tumultartigen Szenen. Unterstützt wurden die „Black Panther“ vom sogenannten Frankfurter Solidaritätskomitee aus linken Studenten um den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS). Dieser soll den Angeklagten auch das Auto bereitgestellt haben, mit dem sie nach Ramstein fuhren. Zwei Angeklagte in Verbindung mit Ramstein verkürzten die deutschen „Black-Panther“-Sympathisanten zu dem Protestschlagwort „Ramstein 2“. Anklage erhoben wurde wegen Mordverschwörung. In dem Wagen war nach Angaben der Zweibrücker Staatsanwaltschaft „Black Panther“-Material gefunden worden, in dem offen zum Töten aufgefordert worden sei. Für die Studenten hatten die Angeklagten in Notwehr gehandelt; statt eines fairen Prozesses werde aber „ein Exempel gegen die oppositionelle GI-Arbeit statuiert“. Nicht nur in den USA, sondern auch in der BRD würden Schwarze diskriminiert. Tatsächlich waren übrigens drei Afroamerikaner in die Ramstein-Sache verwickelt. Doch konnte der dritte, David Jenkins, erfolgreich flüchten. Mit Hilfe des SDS und dessen Stasi-Kontakten soll er nach Ost-Berlin geschmuggelt und nach Algerien ausgeflogen worden sein. Kathleen Cleaver trat nie in Frankfurt auf. Nachdem ihr Flugzeug, wurde ihr die Einreise verweigert. Anke Herbert
|