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				<title>Du Bois, W.E.B.: Manuscript of Speech Praising Du Bois at Award Ceremony at Humboldt University</title>
				<author>Mohrmann, Heinz</author>

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				<archiv>Humboldt University Archive</archiv>
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				<folder>W.E.B. Du Bois Ehrenpromotion 3. November 1958</folder>
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			<sourceEvent>DuBois Visit 1958</sourceEvent>
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			<eventrefCity>Berlin, East</eventrefCity>
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			<commentary>Speech given by Prof. Dr. Mohrmann, head of the Economics Department at Humboldt University, at the ceremony awarding W.E.B. Du Bois an honorary doctorate in November 1958. Mohrmann sketched out Du Bois's biography and honored his achievements in working for human progress as both an academic and activist.</commentary>
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<body><p> </p>
<p><hi rend="underline">Ansprache des Dekans der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität, Berlin, Professor Dr. rer. pol. (hab.) Mohrmann, anläßlich der Ehrenpromotion von Professor Dr. Dr. Du Bois, New York.</hi></p>
<p> </p>
<p>Herr Prorektor!</p>
<p>Meine Damen und Herren!</p>
<p>Hochverehrter Professor Du Bois!</p>
<p>Hochverehrte Frau Shirley Graham!</p>
<p>Am 30. Oktober 1958 beschloß der Rat der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Herrn Professor DuBois aus New York, Träger vieler hoher akademischer Grade und Auszeichnungen, Mitglied mehrerer Akademien und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften, die Würde eines </p>
<p><hi rend="underline">Doktors der Wirtschaftswissenschaften ehrenhalber</hi></p>
<p>anzutragen. </p>
<p>Diesem Beschluß lag eine besondere Erwägung zugrunde. Die Humboldt-Universität und ihre Fakultäten befinden sich auf dem Wege zu einer sozialistischen Universität, deren hervorragendes Merkmal eine enge und tiefe Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis im Dienste des gesellschaftlichen Fortschritts ist. </p>
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<p> </p>
<p>Ihr Leben und Ihr Werk, hochverehrter Herr Professor DuBois, bietet uns hier ein einzigartiges Vorbild! Lernen, Forschen, Lehren und Kämpfen für die Anwendung des Erkannten – das kennzeichnet die vielen Jahrzehnte Ihres Wirkens...</p>
<p>Und es ist wahrlich nicht ganz einfach, die vielseitigen Beziehungen des am 23. Februar 1868 in Great Barrington (Massachusetts) geborenen William Edward Burghardt DuBois zu dem gesellschaftlichen Geschehen innerhalb und außerhalb seines Heimlandes zu überblicken. </p>
<p>Die großen und aufregenden Ereignisse der sechziger Jahre in den Vereinigten Staaten, der Bürgerkrieg und seine Auswirkungen, bestimmten zunächst das Leben, in das William DuBois eintrat. Der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit war in der Familie DuBois zu dieser Zeit eine schon durch Generationen bewahrte heilige Tradition. Der Familie der Mutter – Sklaven, um etwa 1700 von den Holländern nach Neu-England gebracht – gehörten namhafte Kämpfer aus der Zeit des Freiheitskampfes der nordamerikanischen Kolonien gegen die Engländer an. Der Vater unseres heutigen Ehren-Doktoranden, Nachkomme eines nach Haiti ausgewanderten Hugenotten und einer eingeboren Mutter, kämpfte für den Sieg der Nordstaaten im Bürgerkrieg mit und hatte noch nicht lange Zeit die Waffen aus der Hand gelegt, als er mit Mary Burghardt die Ehe einging. </p>
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<p>Die Leute von Great Barrington schätzten die Familie DuBois. Es schien, daß in dieser kleinen Stadt für die Entwicklung des jungen, außerordentlich begabten DuBois keinerlei Hindernisse existierten. Aber bald zeigte sich auch hier, wie zählebig die Überreste vergangener gesellschaftlicher Ordnungen sein können. Als der junge William DuBois die höhere Schule besuchen wollte, wurde der Familie von allen Seiten entgegengehalten: „Was soll ein Neger auf der höheren Schule?... Was kann er mit einer solchen Erziehung anfangen?“ </p>
<p>William DuBois wußte bald sehr gut, was mit einer solchen Erziehung anzufangen war. Der Bürgerkrieg hatte, wie sich allzubald herausstellte, den Sklaven keineswegs wirkliche Freiheit gebracht. Unvorstellbare Armut, Unwissenheit und bald auch neue Unterdrückung kennzeichneten die Lage der großen Masse der Neger in den Südstaaten. Der 17jährige DuBois verließ die Heimat und ging nach dem Süden, nach Nashville im Staate Tennessee, wo nach dem Bürgerkrieg die Fisk Universität eröffnet worden war, die sich besonders der Ausbildung von Lehrern für die Neger widmete. Diese Jahre an der Fisk Universität waren für den Werdegang von William DuBois die entscheidenden. Hier fand er die große Aufgabe, zu deren Lösung sein Lebenswerk, seine wissenschaftliche Arbeit wie sein gesellschaftspolitisches Handeln, beitragen sollte. Die Ausbildung der jungen Lehrerstudenten erfolgte in Nashville vom ersten Semester an in Verbindung mit praktischem Schuldienst in den umliegenden ländlichen Distrikten. </p>
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<p>Mit eigenen Augen sah der junge Student jetzt, was die Sklaverei hinterlassen hatte. Die lebensunwürdigen Bedingungen der Negerbevölkerung, die neuen Unterdrückungsmethoden, die alten nach wie vor verbreiteten Auffassungen von der menschlichen Minderwertigkeit der Neger – all das hinterließ einen tiefen und nachhaltigen Eindruck. </p>
<p>In dieser Zeit entstand der Entschluß William DuBois’, sein ganzes Leben und Wirken der wirklichen Emanzipation der Neger zu widmen.  Zunächst schien es ihm notwendig, sich selbst wissensmäßig für die Lösung dieser Aufgabe auszurüsten und dabei auch die reaktionäre These: „Der Kopf des Negers taugt nicht für die Wissenschaft“ – zu widerlegen. </p>
<p>Das Geld für die damals so teure Hochschul- und Universitätsausbildung mußte der junge Lehrer und Student sich in harter „Negerarbeit“ selbst verdienen. </p>
<p>1888 konnte er an der Fisk Universität den ersten akademischen Grad (Bachelor-Grad) erwerben. Zwei Jahre später erfolgte das gleiche an der Harvard-Universität, und im Jahre 1891 verlieh Harvard dem jungen Wissenschaftler aus Great Barrington, der so glänzend die reaktionäre These von der intellektuellen Minderwertigkeit der Neger durch sein Beispiel widerlegte, den Magister-Grad. </p>
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<p>Der Sieg in einem wissenschaftlichen Wettbewerb trug William DuBois ein Stipendium ein, das ihm den Besuch einer Auslandsuniversität ermöglichte. Am 17. Oktober 1892 wurde er hier an der Universität in Berlin, Unter den Linden, damals unter dem Rektorat von Rudolf Virchow, immatrikuliert. </p>
<p>Wir freuen uns, daß Sie, hochverehrter Professor DuBois, Ihre Mitgliedskarte des damaligen staatswissenschaftlichen – statistischen Seminars als ein so teures Erinnerungsstück bei sich tragen! </p>
<p>Auch hier in Berlin war die Universität für William DuBois nicht nur das Gebäude Unter den Linden. Er studierte das gesellschaftliche Leben in seinen vielfältigen Formen und besuchte auch die Versammlungen der Berliner Arbeiter. In einer dieser Versammlungen sprach August Bebel zu dem Thema: „Die Frau und der Sozialismus“. Und nicht zuletzt war es diese Begegnung, wie Herr Professor DuBois selbst äußerte, die seine Aufmerksamkeit auf diese Thematik innerhalb seiner eigenen Forschungen lenkte.</p>
<p>In Berlin schon hatte der junge Wissenschaftler an seiner Dissertation zu arbeiten begonnen, die er dann nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten an der Harvard-Universität 1896 erfolgreich verteidigte. Die Dissertation von William DuBois über das Thema: „Die Bekämpfung des afrikanischen Sklavenhandels“, mit welcher der Verfasser zum Philosophical Doctor (Ph.D.) promoviert wurde, erschien als 1. Band der Historischen Serie der Harvard-Universität. </p>
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<p>Schon ein Jahr vorher, 1895, hatten eingehende Studien über das Negerproblem in USA selbst begonnen. Eine systematische Forschungsarbeit, die nach der Berufung im Jahre 1897 als Professor für Wirtschaftswissenschaft und Geschichte an die Universität Atlanta (Georgia) immer mehr an Breite gewann. Der Studie „Der Neger in Philadelphia“ (1899) folgte dann die Schriftenreihe „The Atlanta University Studies of the Negro Problems“ (1896 – 1914) </p>
<p>Diese an der Universität Atlanta herausgegebenen Arbeiten wurden zur ersten umfassenden wissenschaftlichen Informationsquelle über die Lage der Neger in USA. Zahlreiche Artikel in Zeitschriften und Zeitungen sowie die 1903 erfolge Veröffentlichung des Buches „The Souls of Black Folk“ zeugen von der breitangelegten publizistischen Tätigkeit des Professors aus Atlanta. </p>
<p>Aber diese so fruchtbar beginnende Tätigkeit als Hochschullehrer, als Forscher und akademischer Erzieher wurde bald weit über die Sphäre der Universität und Hochschule hinaus wirksam. Der Übergang des Kapitalismus in USA in das imperialistische Stadium brachte für die niedergehaltene Negerbevölkerung der Südstaaten verstärkte Unterdrückung und Verfolgung. „Jim Crow-Gesetze“ im ganzen Süden, Vertreibung der Neger von Grund und Boden, grausame Lynchjustiz kennzeichneten den Versuch, die Sklaverei im Interesse der herrschenden Klasse zu restaurieren. </p>
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<p>Gegen diese Maßnahmen entstand die Niagara-Bewegung, über die William Z. Foster in der „Geschichte der Kommunistischen Partei der Vereinigten Staaten“ schreibt: „... sie rief wie eine Sturmglocke die Negermassen zum aktiven Kampf auf.“ </p>
<p>Der Führer dieser Bewegung war Professor William E. B. DuBois.</p>
<p>Seine aktive politische Kampftätigkeit zur Verwirklichung der Rassengleichheit und zur Abwehr der schändlichen Verfolgungsmethoden gegen Neger nahm nunmehr breiteste Ausmaße an. Dabei kam die wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit keineswegs zu kurz. Die 1909 von Professor DuBois veröffentlichte Lebensbeschreibung des tapferen John Brown offenbarte, dargestellt an diesem großen Vorbild, den eigenen harten Kampfeswillen und das hohe Kampfziel: </p>
<p>Freiheit und Demokratie für alle Bürger, gleich welcher Hautfarbe, in den Staaten!</p>
<p>1910 schloß sich die Niagarabewegung mit der ein Jahr vorher gegründeten National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) unter Beibehaltung dieser Organisationsbezeichnung zusammen. Professor William DuBois gab sein Universitätsamt auf, um die Leitung der Zeitschrift dieser Bewegung „THE CRISIS“ zu übernehmen und um sich voll und ganz der schriftstellerischen und propagandistischen Arbeit für die Ziele der Organisation zu widmen. THE CRISIS war in den Jahren vor</p>
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<p>dem ersten Weltkrieg in USA das geistige Zentrum der Kämpfer gegen die Rassendiskriminierung und für den Aufbau einer wirklichen Demokratie in den Vereinigten Staaten. </p>
<p>Während des ersten Weltkrieges erkannte Professor William DuBois immer klarer, daß der Freiheitskampf der Neger in USA nur ein Teil des großen Weltkampfes der unterdrückten und geknechteten Volksmassen war. Gemäß seiner wissenschaftlichen wie politischen Zielsetzung begann er an der Vereinigung der Befreiungsbewegung der Neger in USA mit den Befreiungsbestrebungen der Afrikaner zu arbeiten. 1919 – zwei Jahre nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, welche die Grundfesten der alten Welt erschütterte und ihre gesellschaftliche Ordnung auf einem Sechstel der Erde beseitigte – zwei Jahre schon nach diesem Ereignis trat trotz schier manchmal entmutigender Schwierigkeiten in Paris unter Leitung von Professor William DuBois der erste Panafrikanische Kongreß zusammen.</p>
<p>Über die Geschichte dieser Bewegung haben Sie, verehrter Herr Professor, vor wenigen Tagen in einer Festvorlesung an unserer Universität selbst berichtet. Man kann wohl sagen, daß Ihre Bemühungen in den Jahren 1918/19 in Afrika selbst in den folgenden Jahren wachsenden Widerhall fanden.</p>
<p>Auch die Zeit, in der Professor DuBois an der Spitze der Panafrikanischen Kongreßbewegung stand, war eine Zeit weiterer fruchtbarer wissenschaftlicher Arbeit. Hervorzuheben ist das im Jahre 1935 erschienene bekannte Werk über die „Rekonstruktionsperiode“. Diese Zeit nach dem Bürgerkrieg in den Südstaaten,</p>
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<p>in der die Neger unter der unmittelbaren Auswirkung des Bürgerkriegs am politischen und gesellschaftlichen Leben teilweise führend beteiligt waren, wurde von der bürgerlichen Geschichtsschreibung als eine Zeit der „Regierungsohnmacht, des Schreckens und Verbrechens“ dargestellt. William DuBois widerlegte in seiner Arbeit „Black Reconstruction“ diese These, zeigte ihren apologetischen Charakter und schuf eine Darstellung dieser ersten Zeit nach dem Bürgerkrieg, an der kein Historiker, wenn er an der Wahrheit interessiert ist, vorübergehen kann. </p>
<p>Ein Jahr vor dem Erscheinen dieser interessanten und trotz zahlreicher Behinderungen bald weitverbreiteten Arbeit war Professor DuBois wieder in das akademische Lehramt zurückgekehrt. Die Universität Atlanta sah ihn als ihren Dekan der Fakultät für Soziologie – ein Amt, das Professor DuBois bis zu seiner Emeritierung 1945 ausgeübt hat. Das waren wiederum Jahre des Forschens, Jahre wirkungsvoller akademischer Erziehungsarbeit und eifriger publizistischer Tätigkeit.  1945 – im Emeritierungsjahr erscheint die große Arbeit „Color and Democracy“, zwei Jahre später „The World and Africa“. </p>
<p>„Emeritus“ – dem ursprünglichen Sinn nach heißt es, daß man in Ehren ausgedient hat. Menschlicher Irrtum ist verzeihlich, besonders wenn ihm ein erfreulicher Tatbestand entgegensteht. Und die Kollegen in Atlanta, die Professor DuBois im Alter von 75 Jahren emeritierten, haben allen Grund zur Freude. Ihr emeritierter Kollege führt in den Jahren nach dem</p>
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<p>2. Weltkrieg in einem Ausmaß den Kampf weiter, der selbst dem grimmigsten Gegner Hochachtung und Ehrfurcht abverlangen muß.</p>
<p>Zusammen mit Paul Robeson wird Professor DuBois Präsident des Rates  für Afrikanische Angelegenheiten der NAACP. Unter dem Eindruck des 2. Weltkrieges und der politischen Ereignisse der Nachkriegsjahre erkannte der Vorkämpfer für die Befreiung der Neger den Zusammenhang zwischen seinen eigenen Bestrebungen und den der anderen fortschrittlichen gesellschaftlichen Bewegung in der Welt immer klarer. </p>
<p>Professor William DuBois wurde zum aktiven Propagandisten für die Sache des Friedens in der Welt. 1949 nahm er am ersten Weltfriedenskongreß teil und wurde Mitglied des Weltfriedensrates. Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten entstand unter Leitung von Professor William DuBois das Peace Information Center – eine der wichtigsten Friedensorganisationen in USA. </p>
<p>Die Verhaftung 1951, der mit Handschellen gefesselte 83jährige weltbekannte Gelehrte – das war ein Bild, das die Welt nicht so bald vergessen kann, auch nicht über die Tatsache, daß der zuständige Richter die unsinnige Anklage zurückweisen mußte.</p>
<p>Professor William DuBois hat in seinem Buch „In Battle for Peace“ Ereignisse und Erlebnisse dieser Zeit selbst dargestellt. Große Kraft für seinen Kampf konnte er aus den gesellschaftlichen Ereignissen selbst schöpfen. In Afrika zeigte sich immer deutlicher der Zusammenbruch des imperialistischen Kolonialsystems, zu dem der Panafrikanische Kongreß trotz mancher Gegensätze und</p>
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<p>Unklarheiten seiner Anhänger durchaus beigetragen hat. Die Vertreter der Kongreßbewegung in Afrika selbst bereiteten die Teilnahme führender Politiker der erwachten Völker Afrikas an der Konferenz von Bandung 1955 vor. Der aktive Sekretär des Kongresses – seit der Zusammenkunft in Manchester - , Dr. Nkrumah, wurde 1957 Präsident  des neuen afrikanischen Staates Ghana.</p>
<p>Viele Führer des nationalen Befreiungskampfes in Afrika wurden durch das Wirken von Professor DuBois zum politischen Handeln und zur propagandistischen Tätigkeit angeregt. Mit Stolz kann unser heutiger Ehrendoktorand darauf hinweisen, daß sein Lebenswerk so eng mit den entscheidenden gesellschaftlichen Umwälzungen in der Mitte unseres Jahrhunderts verbunden ist. Seine Absicht, den großen Befreiungskampf, dem er sein Leben und seine Arbeit verschrieben hat, noch einmal in einem umfassenden literarischen Werk zu gestalten, zeigt der vor einem Jahr veröffentlichte 1. Band der Trilogie „The Black Flame“.</p>
<p>Voll Bewunderung und Ehrfurcht, hochverehrter Herr Professor DuBois, erkennen wir die einzigartige Synthese zwischen Wissenschaft und politisch-gestaltendem Handeln, die ihr ganzes Lebens auszeichnet.  Der Rat meiner Fakultät hat daher einstimmig beschlossen, Ihnen für Ihre hohen wissenschaftlichen Leistungen sowie für Ihre einzigartigen Verdienste im Befreiungskampf der Neger innerhalb und außerhalb der USA und für Ihren so tapferen Einsatz zur Erhaltung des Friedens den</p>
<p>Doktor der Wirtschaftswissenschaften ehrenhalber</p>
<p>zu verleihen. </p>
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<p>Ich bitte Sie nun , diese Ehrung und ihre Beurkundung entgegenzunehmen und darf Sie gleichzeitig im Namen meiner Fakultät dazu recht herzlich beglückwünschen. </p>
<p><a href="S_10002_LS_22.jpg">Scanned Original</a></p></body>

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