Das Black Panther Movement in Augsburg

Julia Dehm, Universität Augsburg

This research project was developed in the context of a seminar during the summer semester 2014 at the University of Augsburg, Germany. The seminar “Between Occupation, “Americanization” and the Fight For Civil Rights: The Deployment of the US Armed Forces in Western Germany” was taught in the Department of European Ethnology by visiting Professor Dr. Maria Höhn, Vassar College. Over the course of a year, five students continued working under supervision of Prof. Dr. Günther Kronenbitter on the Black Panther Movement in Augsburg in the late 1960s and early 1970s. 

Das Forschungsprojekt entstand im Rahmen eines Hauptseminars mit dem Titel “Zwischen Besatzung, “Amerikanisierung” und dem Kampf um die Bürgerrechte: Die Stationierung von US-Streitkräften in Westdeutschland”, welches im Sommersemester 2014 an der Universität Augsburg am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde von der US-amerikanischen Historikerin Prof. Dr. Maria Höhn gehalten wurde. Die Laufzeit des Projekts betrug von August 2014 bis September 2015 und wurde zeitweise innerhalb einer kleinen Forschungsgruppe von fünf Studentinnen unter der Betreuung von Prof. Dr. Günther Kronenbitter absolviert.

1. Einleitung  |  2. Präsenz der Black Panther  |  3. Aktivitäten der Black Panther  |  4. Segregation innerhalb des US-Militärs und auf den Straßen Augsburgs  |  5. Die Reaktion des US-Militärs  |  6. Solidarisierungsbewegung in Augsburg?  |  7. Augsburger Black Panther im gesamtdeutschen Kontext – Fazit  |  Literatur

View research paper as PDF.

1. Einleitung

Mit dem Einmarsch der US-amerikanischen Soldaten am 28. April 1945 begann eine Geschichte der transatlantischen Beziehungen und Verflechtungen zweier Kulturen, welche durch die amerikanische Militärpräsenz in der US-Garnisonsstadt Augsburg über ein halbes Jahrhundert andauerte. Die letzten US-GIs verließen im Juni 1998 die Kasernen und läuteten somit zeitgleich das Ende der prägenden Nachkriegsgeschichte der US-Amerikaner in Augsburg ein.

Betrachtet man das Augsburger Stadtbild mit offenen Augen, ist die amerikanische Präsenz, trotz der fehlenden Anwesenheit des Militärs und dessen Streitkräften, nach wie vor ein zentraler Bestandteil der Stadt im Süden Bayerns. Obwohl aus architektonischer Sicht nur wenige Bauwerke, wie beispielsweise der Hotelturm, auf den Einfluss der ehemaligen Besatzer verweisen, finden sich Spuren von Amerika in Augsburg auch über 15 Jahre nach Schließung der Kasernen an vielen Stellen wieder. Sportvereine, wie die American Football oder Baseball Teams, Stadtteile rund um die ehemaligen Kasernen mit den Namen Sheridan oder Reese, Übernahmen von Brauchtümern wie Halloween sowie zahlreiche weitere Beispiele visualisieren die Anwesenheit der amerikanischen Kultur hier in Augsburg und fungieren als Symbole der transatlantischen Kultureinflüsse.

Oftmals abwertend als Coca-Cola-Colonization oder Amerikanisierung bezeichnet, meinen diese Begriffe hauptsächlich die Übernahme US-amerikanischer Kulturgüter aus sämtlichen Lebensbereichen, welche den deutschen Markt nicht nur überfluteten. Mancher Beobachter vermutete, geprägt von Skepsis beziehungsweise Furcht, sogleich einen Verlustdes Deutschtums durch die bevorstehende kulturelle Verdrängung mittels nordamerikanischer Ersatzgüter. Es erfolgte daher nicht nur eine Betitelung von Musikrichtungen und Tanzstilen wie Rock’n’Roll oder Jazz als rohe Bedrohungen von Sitte, Anstand und Moral.1  Jugendkultur in Jeans und Elvis-Haartolle war in vielen Augen dem Sittenverfall zum Opfer gefallen und die zunehmende Sexualisierung des weiblichen Geschlechts führte von einer kritischen Hinterfragung des American Way of Life zu einer Diabolisierung ebenjenes. Insbesondere die innenpolitischen Geschehnisse Mitte der 1960er Jahre in den Vereinigten Staaten, angetrieben vom Civil Rights Movement rund um Martin Luther King Jr. und die auftauchenden Rassenunruhen in der segregierten Armee auch auf deutschen Militärbasen, strapazierten die Beziehungen zwischen Deutschen und US-Amerikanern an mancher Stelle enorm.

Befasst man sich nun eingehender mit dem kulturellen Austausch zwischen diesen beiden Nationen, liegt die Tendenz bei einer Sichtweise einer Amerikanisierung der deutschen Gesellschaft, gewissermaßen also einem einseitigen Kulturtransfer. Der deutschen Seite werden Güter wie Musik, Tanz, Mode, Lebensmittel usw. aufgezwängt, von einem Austausch im eigentlichen Sinne kann unter diesem Blickwinkel jedoch nicht gesprochen werden. Es entsteht letztendlich das Bild einer kulturellen Einbahnstraße hinsichtlich des Transfers transatlantischer Dimensionen. Jedoch sind die Einflüsse der deutschen Seite auf die US-amerikanische Präsenz in Deutschland im Großen, Augsburg im Kleinen, insbesondere die Unabhängigkeitsbestrebungen der afroamerikanischen GIs nicht zu unterschätzen. Erst die Erfahrungen, die diese Soldaten im ehemaligen Land der Nationalsozialisten machen konnten, veranlassten ganze Massen dazu, sich der Bürgerrechtsbewegung in ihrem Heimatland anzuschließen, um zu Hause für dieselben Rechte zu kämpfen, welche ihnen fernab der Heimat bereits zugesprochen wurden. Wie der US-amerikanische Autor William Gardner Smith feststellt, “treated as social equals in postwar Germany, African American GIs would ‘never go back to the old way again’.2

Im Forschungsprojekt zum Black Panther Movement in Augsburg steht an dieser Stelle die Frage im Fokus, welchen Einfluss die transatlantischen Erfahrungen in Deutschland auf die hier stationierten afroamerikanischen Soldaten hinsichtlich der Politisierung der Bürgerrechtsbewegung hatte. Die Black Panther Bewegung als radikalisierte Ausformung des afroamerikanischen Civil Rights Movement wurde aufgrund einiger Hinweise in der bisherigen Forschung auch für den Standort Augsburg vermutet und bildet das Zentrum der Untersuchungen innerhalb des Projekts. Dabei wird nicht nur deren Existenz und Aktivität beleuchtet, sondern auch die Reaktionen innerhalb der deutschen Bevölkerung, die (lokale) Medienberichterstattung, sowie die Vorgehensweise der US-amerikanischen Militärverwaltung im Hinblick auf die steigenden Rassenunruhen in den Augsburger Kasernen. Gerade die Erfahrungen von alltäglichem Rassismus und Diskriminierungen innerhalb einer rassisch segregierten Armee prägten das zukünftige Leben vieler ehemaliger GIs auch lange über den Aufenthalt in Deutschland hinaus.

Des Weiteren wird im Speziellen die Präsenz der radikalen Black Panther und deren vermutete Kollaborationen mit linken Studenten für den Standort aufgearbeitet und untersucht, um vermeintliche Zusammenhänge zwischen der Protestkultur der deutschen ́68er Bewegung und der Black Power Bewegung der USA aufzeigen zu können.

Der Fokus der Forschung liegt hierbei auf den Jahren 1968-1973 und analysiert nicht nur die Präsenz der Black Panther Bewegung für den Standort Augsburg, sondern setzt diese auch in einen gesamtdeutschen Kontext.

 

2. Präsenz der Black Panther

Nachdem sich in der Sekundärliteratur zu unserem Forschungsthema bereits erste Hinweise auf eine Präsenz der Black Panther Bewegung finden ließen, stießen wir bei unseren Recherchen in den unterschiedlichsten Medien auf deren Spuren. Während der Sichtung der Voice of the Lumpen bestätigte sich zunächst die Existenz der Black Panther in Augsburg. Auf der Titelseite einer Ausgabe vom April 19713 wird der Stellenwert der Untergrundzeitung für den Standort Augsburg deutlich: in einer Auflistung der VOL mit Städten in welchen mögliche Zielgruppen der Zeitung ansässig sind, ist Augsburg neben weiteren bayerischen Garnisonsstädten wie Erlangen, Nürnberg und München aufgeführt worden (Abb. 1: Frontcover, Voice of the Lumpen, Vol. 1 Nr. 4 (fourth edition) vom April 1971).

Desweiteren bestätigte sich unsere Annahme einer Aktivität der Black Panther durch einen Artikel in der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 7. Juli 1971, in welchem auch der Anführer der lokalen Black Panther Bewegung der 25-jährige Anthony Tucker zu den Zielen der Bewegung in Augsburg interviewt wurde4 (Abb. 2: Kein Räuber unter Black Panthers – Vietnam GIs noch zu aggressiv… In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 07.07.1971, Jahrg. 27, Nr. 152, S. 22).

Auch durch den auf einem Flugblatt abgedruckten Hinweis einer geplanten Informationsveranstaltung in Augsburg, bei welcher Repräsentanten der Black Panther Partei in der BRD sprechen sollten (Abb. 3: Solidarität mit der Black Panther Partei, vierseitiges Flugblatt aus dem Staatsarchiv München, Mittelteil rechts, verteilt an der Universität München am 11.12.1969, verantwortlich: Solidaritätskomitee für die Black Panther Partei. Besitzanzeige: Staatsarchiv München, Akt der Polizeidirektion München Nr. 9543), konnte auf eine lokale Präsenz der Black Panther geschlossen werden.5 Somit konnte eine Existenz der Black Panther an dieser Stelle durch vollkommen unabhängige Printmedien der US-amerikanischen und deutschen Seite für den Standort Augsburg nachgewiesen werden.

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3

3. Aktivitäten der Black Panther

Nachdem sich die Existenz der Bewegung bereits zu Beginn der Recherchen zweifelsfrei nachweisen ließ, suchten wir in einem zweiten Schritt nach Spuren von Aktivitäten der Black Panther Bewegung in Augsburg. Galten die Black Panther im Allgemeinen als eine radikalsierte Strömung innerhalb der gesamten Bürgerrechtsbewegung der Vereinigten Staaten von Amerika, machten insbesondere die Zwischenfälle, welche der Bewegung zugesprochen wurden, weltweite Schlagzeilen. Fälle wie der von Angela Davis prägten sowohl die Medien, als auch die politischen Maßnahmen der damaligen Zeit und wurden von den Schwarzen Panthern umgehend für ihre eigenen Zwecke und Propaganda umfunktionalisiert.

Obwohl der Augsburger Standort, verglichen mit anderen (west)deutschen Militärstützpunkten der US-Army, verhältnismäßig ruhig erschien und die Black Panther Bewegung sich hier als relativ klein herauskristallisierte, machten gerade einige wenige, dafür jedoch heftige Zwischenfälle im Bezug auf Augsburg auch über die Stadtgrenzen hinaus von sich reden. Der erste dieser Art ereignete sich im Dezember 1969 im Kasernenkino auf dem Gelände der Augsburger Sheridan Kaserne. Erstmals taucht in diesem Artikel mit der Schlagzeile Rassenkrieg trübt Weihnachtsfrieden der Begriff Black Power im Zusammenhang mit Augsburg auf (Abb. 4: Rassenkrieg trübt Weihnachtsfrieden. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 05.12.1969, Jahrg. 25, Nr. 280, S. 40). Inhaltlich heißt es zu den Vorkommnissen auf den Augsburger Militärbasen weiter wie folgt:

Eine Rassendemonstration von knapp hundert Negersoldaten gegenüber ihrem General während eines Footballspiels und der tätliche Angriff eines farbigen Feldwebels auf einen weißen Oberstleutnant im Amerika-Hotel sind nur zwei von vielen Vorkommnissen in letzter Zeit, über welche offizielle US-Stellen einen Mantel des Schweigens zu breiten versuchen. […] Die Militärpolizei war nach unseren Recherchen aber verständigt worden, als dort [im Kino der Sheridan-Kaserne] zwischen schwarzen und weißen Soldaten schon Bierdosen und Fäuste flogen. Die dunkelhäutigen Kameraden wollten nämlich nicht aufstehen, als zum Kinobeginn die US- Nationalhymne gespielt wurde. Viele der Schwarzen blieben nicht nur sitzen, sondern streckten noch die geballte rechte Faust zum Black-Power-Gruß in die Höhe.6

Zwar soll es „bisher noch keine Aktivität der Negerorganisation Black Power im hiesigen Bereich gegeben haben“, dennoch wurden die Aktivitäten der afroamerikanischen GIs seit diesem Zeitpunkt strenger beobachtet und sogar „Neger-Meetings sind jetzt im Augsburger Kasernenbereich offiziell verboten worden“,7 wie in dem Artikel weiter geschrieben steht. Anhand dieses Zwischenfalls kann schließlich auch aufgezeigt werden, dass die Bewegung in Augsburg, sowie die Auseinandersetzungen aufgrund der Rassengegensätze auch außerhalb der Grenzen Augsburgs in der Medienberichterstattung thematisiert wurden. So berichteten sowohl die Münchner Abendzeitung8 (Abb. 5: Soldaten drohen mit „heißem Winter“. In: Münchner Abendzeitung vom 8.12.69, Nr. 285. S. 9) als auch die Süddeutsche Zeitung9 (Abb. 6: Unruhe in Augsburger Kasernen. In: Süddeutsche Zeitung vom 9.12.69, Nr. 294. S. 14) in ihren Ausgaben ebenfalls vom Zwischenfall im Augsburger Kasernenkino.

Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6

Weitere Zwischenfälle, welche sich im Zusammenhang mit den Black Panthern in Augsburg ereigneten, fanden ebenfalls ihren Einzug in die Berichterstattung der Augsburger Lokalpresse. Die immer stärker auftretenden Rassenkonflikte zwischen afroamerikanischen GIs und ihren, in der Regel, Weißen Vorgesetzten spitzten die Situation immer weiter zu und fanden ihren Höhepunkt Mitte 1970 bis Anfang des Jahres 1971. Nicht nur aufgrund der Häufung der Zwischenfälle, sondern auch im Zusammenhang mit der gesteigerten Brutalität und Gewaltbereitschaft, etablierte sich immer mehr das Bild, „dass die US-Armee am Rande eines Rassenkrieges“10 (Abb. 7: Schwarzer Soldat kämpft um seine weiße Weste. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 28.10.1970, Jahrg. 26, Nr. 248, S. 3) steht. Von Berichten einer Bombendrohung der Black Panther auf dem Kasernengelände11 (Abb. 8: Die Black Panthers sind auf dem Sprung. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 03.11.1970, Jahrg. 26, Nr. 253, S. 18), über Artikel zu gewalttätigen Demonstrationen vor Nachtlokalen12 (Abb. 9: Black-Power-Demonstration in Pfersee. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 28.04.1971, Jahrg. 27, Nr. 97, S. 36), bis hin zu Meldungen über explodierte Handgranaten auf einem Truppenübungsplatz13 (Abb. 10: GIs wollten Tanzlokal ausräuchern. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 02.06.1970, Jahrg. 26, Nr. 123, S. 17), häuften sich die Vorkommnisse derart, dass kaum eine Woche verging ohne dramatische Ereignisse. Diese gipfelten schließlich in einem Vorfall auf dem Truppenübungsplatz während eines Manövers in Hohenfels, als GIs der in Augsburg stationierten 1. US-Infanterie-Division, eine Handgranate in die Kantine warfen, bei dem zehn Soldaten zum Teil schwer verletzt wurden. Nicht nur in den Medien schrieb man diese Tat den Black Panthern zu, auch die US-amerikanische Militärverwaltung klagte einen in Augsburg stationierten Schwarzen Soldaten vor dem höchsten amerikanischen Kriegsgericht an (vgl. Abb. 7).14

Abb. 7 Abb. 8 Abb. 9


Ein weiteres Beispiel für das Durchgreifen der Justiz ist die Verhaftung des US-amerikanischen Zivilisten Larry Barnes, welche landesweit für Furore sorgte. Der Herausgeber der Voice of the Lumpen wurde im Mai 1971 in einer Augsburger Bar festgenommen – im Jägerhaus in Oberhausen – als er den dort anwesenden afroamerikanischen Soldaten Material der Black Panther Bewegung anbot (Abb. 11: Deutsche Justiz auf Black-Panther-Jagd. In: Süddeutsche Zeitung vom 18.5.1971, Nr. 118. S. 26).15 In der Anzeige des Augsburger Stadtamtmannes hieß der Tatvorwurf folgendermaßen:

Abb. 10 Abb. 11 Abb. 12

Der dunkelfarbige Zivilamerikaner hat nach der Feststellung des 5. Polizeireviers in der vergangenen Nacht in hiesiger Gaststätte ‚Jägerhaus‘ an dort anwesende – meist dunkelfarbige – Gäste Zeitungen, Bücher und Abzeichen politischen Inhalts zum Verkauf angeboten bzw. verkauft. Diese Druckerzeugnisse sollen dem Polizeibericht nach von der sog. politisch-extremen Black Power Bewegungvertrieben werden. Sämtlicher Erzeugnisse sind in englischer Sprache abgefasst und offenbar in erster Linie für die US-Soldaten schwarzer Hautfarbe bestimmt.16

Barnes wurde zunächst aus fadenscheinigen Begründungen verhaftet und schließlich erließ man Haftbefehl, weil dieser verdächtigt sei, Schriften mit „zersetzenden Inhalt“ zu verteilen, die sich gegen die Regierung der Vereinigten Staaten richten und zu „widersetzlichen Handlungen auffordern“17 (Abb. 12: What The VOL Is Doing. In: Voice of the Lumpen. Vol. 1, No. 5. S. 2).

Neben den radikalen Vorkommnissen im Zuge von Segregation und Rassengegensätzen, bestand eine der Hauptaufgaben der Black Panther Bewegung zudem in der Akquise von Neuankömmlingen als künftige Mitglieder und deren Aufklärung über die (politische) Situation im Militär. Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen Zeitung äußerte dies der Augsburger Anführer der Black Panther, Anthony Tucker, ebenfalls als ein Ziel der Bewegung.18 Aus diesem Grund organisierte die Party in Westdeutschland zahlreiche Kundgebungen, Informationsveranstaltungen, aber auch Protestdemonstrationen, um sowohl künftige Mitglieder aus den Reihen des US-Militärs, als auch Sympathisanten unter der deutschen Bevölkerung zu gewinnen. Dazu verteilte man insbesondere an Universitäten gerne Flugblätter, wie unter anderem das Beispiel vom 11. Dezember 1969 veranschaulicht, das an der Münchner Universität verbreitet wurde19 (Abb. 13: Solidarität mit der Black Panther Partei, vierseitiges Flugblatt aus dem Staatsarchiv München, Frontseite, verteilt an der Universität München am 11.12.1969, verantwortlich: Solidaritätskomitee für die Black Panther Partei. Besitzanzeige: Staatsarchiv München, Akt der Polizeidirektion München Nr. 9543). Angekündigt wurde in dem mehrseitigen Schreiben des Black Panther Solidaritätskomitees, neben einer allgemeinen Vorstellung der Bewegung und dem Aufruf nach einer Solidarisierung, unter anderem eine Kundgebung in Augsburg bei der Repräsentanten der Partei in der Bundesrepublik Deutschland sprechen sollten.20 Aus bisher ungeklärten Gründen fand diese Veranstaltung in Augsburg jedoch nicht statt.

Abb. 13

4. Segregation innerhalb des US-Militärs und auf den Straßen Augsburgs

Bereits zu Beginn der Recherchen stellte sich schon heraus, welche enge Verknüpfung zwischen dem eigentlichen Thema der Untersuchung, den Black Panthers, und der vorhandenen rassischen Segregation innerhalb des Militärs bestand. Kamen die US-Amerikaner nach Ende des Zweiten Weltkrieges als Befreier nach Nazideutschland, war ihre eigene Armee viele Jahrzehnte später immer noch von Diskriminierung und rassischer Segregation durchdrungen. Zwar ordnete Präsident Truman die de jure Integration des Militärs in seinem „Executive Order 9981“ vom 26. Juli 1948 an, de facto jedoch sah es mit der Integration innerhalb der Truppen ganz anders aus und diese dauerte bis weit in die Zeit der Koreakriege hinein.

Obwohl die Themen Segregation und Diskriminierung in der lokalen Presse kaum oder nur am Rande erwähnt wurden, deutete sich deren Vorhandensein in den Augsburger Kasernen vor allen Dingen in den Zeitzeugeninterviews an. Schon hinsichtlich der Unterbringung trennte man vor Ort zwischen Schwarzer und Weißer Hautfarbe, wie folgender Ausschnitt aus einem Interview bestätigte:

„[…] in den Zimmern waren immer nur jeweils zwei Weiße oder zwei Schwarze Soldaten untergebracht, aber niemals gemischt in einem Zimmer[…]“

Doch nicht nur in den Schlafunterkünften, auch in der Kantine sowie der Freizeitgestaltung im Allgemeinen konnte man diese Form der Gruppierung nach Hautfarbe laut der Erzählung eines Zeitzeugen beobachten, der erzählte:

„Und au wenn die dann irgendwo mal zum essen gangen sin, oder irgendwie auch wenn die in der Arbeit waren und es war Mittagspause, die ham sich immer Weiß zu Weiß gsetzt und Schwarz zu Schwarz gsetzt. Und die Rassendiskriminierung damals zu dieser Zeit war schon auf jeden Fall noch gegeben. Also die ham ihre Freizeit nicht miteinander verbracht.“

Weiter spiegelte sich die Segregation auch in getrennten Clubs auf dem Kasernengelände wider:

„Also auf jeden Fall gab es zwei Clubs. Der Andere war der EM Club, da sin die Schwarzen hingangen. Da hasch du vereinzelt vielleicht mal nen einzelnen Weißen Amerikaner gesehn. Ansonsten was da Weiß rumgrennt war, waren deutsche Mädels und wenn die vielleicht noch mal nen Bruder oder irgendwas mitbracht ham. Sonst wars da drinne stockdunkel.“

Doch neben der getrennten Freizeitgestaltung, erfuhren die Afroamerikanischen GIs auch hinsichtlich der Karrierechancen und Beförderungsmöglichkeiten innerhalb der Truppen eine gewisse Form der Diskriminierung. So konstatiert ein ehemaliger deutscher Angestellter für die US-Army in Augsburg:

„Schwarze wurden nicht so gut befördert wie die Weißen Soldaten; Schwarze mussten häufig niedrigere Tätigkeiten ausführen, mehr oder weniger die Drecksarbeiten.“

„[…] So wie wir das mitbekommen haben, würde ich eigentlich sagen, da hatten wir Deutsche mit den weißen Amerikanern einen freundschaftlicheren Kontakt als die Weißen zu den Farbigen. Wie gesagt die haben immer die Dreckarbeit machen müssen. Aber wie gesagt es hat auch welche gegeben die Feldwebel waren, die eine Funktion hatten, wie Küchenfeldwebel oder andere Funktionen, hat es auch gegeben, ja. […]“

Dieser ging sogar soweit zu behaupten, dass ehemalige Mitglieder der SS, von deren vergangener Karriere im Nationalsozialismus das US-Militär unterrichtet war, bessere Aufstiegschancen hatten, als afroamerikanische Soldaten ihrer eigenen Kompanie.

Alles in allem lässt sich für den Standort Augsburg konstatieren, dass sowohl rassische Segregation, als auch diverse Formen der Diskriminierung ebenso präsent waren, wie in allen anderen Garnisonsstädten auch. Diese traf man hier nicht nur innerhalb des Kasernengeländes an, sondern auch außerhalb in den örtlichen Nachtlokalen, bei der Wohnungssuche oder in der Begegnung mit der deutschen Bevölkerung. Hinsichtlich der steigenden Vorkommnisse, welche nahezu allesamt auf interne Konflikte im Bezug auf die Diskriminierung der Afroamerikaner zurückzuführen waren, stieg die Verunsicherung innerhalb der deutschen Bevölkerung zunehmend. Daher stand im Zuge unserer Recherchen auch die Reaktion des US-Militärs auf die steigenden Zwischenfälle im Fokus der Untersuchung.

5. Die Reaktion des US-Militärs

Gerade in den Jahren um 1970, als sich Zwischenfälle mit Angehörigen des US-Militärs stetig häuften, wurde die Augsburger Bevölkerung laut der Berichterstattung in den Medien stark verunsichert und die Gegenseite somit zum Handeln und Eingreifen gezwungen. Agierte die US- amerikanische Militärführung über Jahre hinweg unter der Prämisse der Vertuschung und Beschwichtigung der Geschehnisse21 (Abb. 14: MP: Keine Rassenkonflikte. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 06.09.1968, Jahrg. 24, Nr. 205, S. 28) – insbesondere im Hinblick auf sogenannte Rassenunruhen innerhalb der Einheiten – außerhalb des Kasernengeländes, sahen sich die Befehlshaber unter anderem durch den Druck der Stadt Augsburg dazu veranlasst, konkrete Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Probleme zu ergreifen22 (Abb. 15: US-Übergriffe beunruhigen die Augsburger. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 19.09.1968, Jahrg. 24, Nr. 216, S.20).

„[…] er [der Schwarze General] hat mich gefragt und so weiter, er hätte in Amerika ghört, dass es so viel Scherereien mit Schwarzen gibt und so weiter. […] und der hat sich dann hingsetzt und hat gsagt „so geht’s nicht“. Und der hat dann des ins Leben grufen, dass man sich trifft – und das die Leute von diesen Einrichtungen wos des Palaver geben hat auch wirklich mit dann am Tisch sitzen, dass man sagt: „okay, mir könntn des so und so … gebens uns Ihre Meinung und wir sagen dann von unserer Seite was geht. Und dann hat sich das auch wirklich gebessert.

Abb. 14 Abb. 15 Abb. 16

Eine Verschärfung der Ausgehregelungen für US-Soldaten23 (Abb. 16: Die Schwarzen Panther blieben ruhig. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 10.11.1970, Jahrg. 26, Nr. 259, S. 18), eine verstärkte Streifenpatrouille der Military Police24 (Abb. 17: General will heißen Sommer verhüten. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 10.07.1971, Jahrg. 27, Nr. 155, S. 30) und schließlich die Initiierung des Black-Studies- Programm25 (Abb. 18: US-Soldaten lernen Toleranz. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 21.12.1970, Jahrg. 26, Nr. 294, Seite 19) sprechen jedoch eine deutliche Sprache und widerlegen die stets wiederholte Behauptung der US-Kommandeure, dass es keine Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit rassistischen Konflikten gegeben hätte. Das von der Militärverwaltung initiierte Black-Studies- Program machte sich demnach zur Aufgabe, den amerikanischen Soldaten Toleranz gegenüber ihren afroamerikanischen Kameraden, sowie deren Kultur zu lehren und damit den Grundstein für die Aufhebung der Rassentrennung in den Köpfen zu legen26 (Abb. 19: 1st Inf Div Sharpening Up It’s Black Studies Program. In: Stars and Stripes (European Edition) vom 10.11.1970, Vol. 29, Nr. 206, S. 1). In einem Sieben-Wochen-Kurs im Ausbildungszentrum der Sheridan-Kaserne erhoffte man sich durch die Aufklärung eine Beruhigung der aufgeheizten Stimmung innerhalb der örtlichen Kasernen. Was den Erfolg des Programms anbelangt, erfährt der Leser im Artikel der Augsburger Allgemeinen Zeitung nur wenige Zeilen später folgendes:

Anfang August schrieben sich 37 Soldaten, darunter nur fünf Weiße, für den Kursbeginn ein. Weniger als die Hälfte erreichten den Abschluss. Leutnant Arment ist enttäuscht, dass sich nicht mehr Weiße für das Programm interessieren. Sein Argument: gegenseitiges Verstehen müsse von beiden Seiten angestrebt werden.27

Abb. 17 Abb. 18 Abb. 19

Grundsätzlich lässt sich im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen Militär eine vorherrschende Beschwichtigungstaktik und partielle Verdrängung der Geschehnisse, zumindest nach außen hin, festhalten. Da die Zwischenfälle sich in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum jedoch enorm häuften und die angespannte und zeitweise explosive Stimmung sich auch außerhalb des Kasernengeländes verbreitete, wurde man auf diese Weise zu einer Reaktion gezwungen. Dennoch verhielten sich die Verantwortlichen eher passiv und versuchten den Informationsfluss weiter zu kontrollieren, so dass kaum offizielle Statements zu Vorkommnissen gemacht wurden. Lediglich im Fall der Anschläge in Hohenfels, versprach man eine schnelle Aufklärung. Alles in allem erschwerte dieses Vorgehen die Informationssuche innerhalb des Forschungsprojekts enorm, so dass mit zahlreichen weiteren Hinweisen im Bezug auf die Black Panther Bewegung letztendlich nur auf einer spekulativen Ebene umgegangen werden konnte.

 

6. Solidarisierungsbewegung in Augsburg?

In seiner Dissertation zu den afroamerikanischen GIs in Deutschland konstatiert der Historiker Oliver Schmidt, dass sich in der Bundesrepublik Deutschland eine beachtliche Unterstützerszene für den GI-Untergrund etablierte. Nun galt es, diese These auch für den Standort Augsburg zu überprüfen.

Abb. 20

Hinsichtlich der lokalen Solidarisierungsbewegung muss nach unseren Recherchen festgehalten werden, dass es keine eindeutige, kollektive Solidarisierung mit der Black Power Bewegung in Augsburg gegeben hat. Zwar finden sich in den Jahren 1967 und 1968 vermehrt Hinweise auf Protestveranstaltungen und Demonstrationen gegen den Krieg in Vietnam28 (Abb. 20: Demonstration gegen den Krieg in Vietnam. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 04.07.1967, Jahrg. 23, Nr. 150, S.10 und Abb. 21: Bei Feiern an Vietnam erinnert. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 05.07.1967, Jahrg. 23, Nr. 151, S. 23), jedoch richtete sich der Protest gegen die Vereinigten Staaten von Amerika und deren Politik im Allgemeinen. Laut eines Zeitzeugen, der die Augsburger Protestbewegung maßgeblich mitbestimmte, betrachteten die Demonstranten Amerika als kollektives Feindbild und differenzierten dabei nicht zwischen Schwarz und Weiß. Demnach wurden die Themen Segregation, Diskriminierung und die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung nicht inhaltlich aufgegriffen, oder sich damit eindeutig solidarisiert. Während man in anderen Städten wie München eine Verknüpfung der beiden Themen Vietnamkrieg und Black Panther Bewegung innerhalb der Protestveranstaltungen nachweisen konnte29 (Abb. 22a und b: Vietnam- Alles für den großen Sieg in Vietnam!, doppelseitig bedrucktes Flugblatt aus der Flugblattsammlung der Universitätsbibliothek München, Rückseite, verteilt an der Universität München am 13.11.1969, verantwortlich: ASTA Universität/Technische Hochschule/Kunstakademie/Sozialistisches Informationszentrum. Besitzanzeige: Universitätsbibliothek der LMU München/ Flugblätter aus der Universität München (=WU 4 71- 179)), blieben diese in Augsburg weiterhin stets separiert.

Abb. 21 Abb. 22a Abb. 22b

Einen Sonderfall bildet die Augsburger Protestbewegung, speziell im gesamtdeutschen Vergleich, auch im Hinblick auf die Teilnehmer und aktiven Protagonisten selbst. Die lokale ’68er Bewegung wurde hier nicht von Studenten getragen, sondern von Gymnasiasten, Auszubildenden und jungen Erwachsenen. Grund hierfür ist an dieser Stelle sicherlich die Tatsache, dass die Gründung der Augsburger Universität erst im Jahr 1970 stattfand.

Dennoch beschränkte sich das Engagement einiger Aktivisten nicht nur auf die Veranstaltung von Protesten, Kundgebungen und Demonstrationen, sondern nahm im Fall des „GI Information Center“ am Milchberg durchaus auch konkrete Formen der Unterstützung an30 (Abb. 23: Wenn GIs desertieren wollen. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 27.03.1968, Jahrg. 24, Nr. 73, S. 20). Dieses – von deutschen Aktivisten der Gruppierung „Kritisches Seminar und Kampagne für Abrüstung und Demokratie“ gegründete – Informationszentrum setzte sich zum Ziel, interessierte US-amerikanische Soldaten im Hinblick auf die Desertion zu beraten, um einem Einsatz in Vietnam entgehen zu können31 (Abb. 24: US-Soldaten zum Desertieren aufgefordert. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 03.02.1968, Jahrg. 24, Nr. 28, S. 27).

Abb. 23 Abb. 24 Abb. 25

Zwar kann im Augsburger Fall keineswegs von einer Solidarisierungsbewegung im Hinblick auf das Civil Rights Movement gesprochen werden, dennoch wurden insbesondere die Organisation und Durchführung von Demonstrationen, Protesten, Sit-Ins32 (Abb. 25: Vietkongfahnen flattern am Königsplatz. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 01.04.1968, Jahrg. 24, Nr. 77, S. 20) oder ähnlichen Maßnahmen stark von der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung geprägt und hinterließ seine Spuren in Augsburg. Dies stellt somit eine Form des transatlantischen Kulturaustausches im Hinblick auf die Protestkultur dar.

 

7. Augsburger Black Panther im gesamtdeutschen Kontext – Fazit

Die Existenz und Aktivität der lokalen Black Panther Bewegung in Augsburg ließ sich anhand des gefundenen Materials für den Zeitraum weniger Jahre eindeutig nachweisen. Im Vergleich zu größeren deutschen Städten, wie Berlin, Frankfurt oder Heidelberg hielt sich ihr Engagement verhältnismäßig in Grenzen, jedoch machten gerade einige heftige Zwischenfälle, wie der Hohenfelsanschlag und die Verhaftung von Larry Barnes über die Stadtgrenzen hinaus von sich Reden.

Die Präsenz der Bewegung verdeutlicht, dass auch das Leben der hier stationierten afroamerikansichen GIs geprägt war von Segregation, Diskriminierung und alltäglichem Rassismus und sich ein stetig ansteigendes Aufbegehren gegenüber der vorhandenen Ungerechtigkeiten entwickelte. In der Folge konnten und wollten sich die Schwarzen Soldaten nicht länger mit dieser Opferrolle abfinden und identifizieren, stattdessen nun vielmehr für ihre Rechte und Freiheit eintreten. Im Sinne dieses stattfindenden Umschwungs schloss der Anführer der Black Panther Bewegung, Anthony Tucker, sein Interview mit der Augsburger Allgemeinen Zeitung mit den nachfolgenden Worten: „Was für mich wirklich wichtig ist? Nur Eines: Auch wir Farbigen haben Anspruch auf unser persönliches Glück und unseren persönlichen Erfolg. Wir wollen von jedermann als Mensch akzeptiert werden. Das wollte ich noch sagen. Mehr nicht.“33

Literatur

1. Einleitung
1) Christina Giorcelli, Living With America: 1946-1996. European Contributions to American Studies, Bd. 38. (Amsterdam: VU University Press, 1997) S. 34.
2) Maria Höhn und Martin Klimke, A breath of freedom: The Civil Rights Struggle, African American GIs, and Germany. (New York City: Palgrave Macmillan, 2010) S. 1.

nach oben

2. Präsenz der Black Panther
3) Frontcover. In: Voice of the Lumpen. Vol. 1, No. 4 (Forth Edition). S. 1.
4) Kein Räuber unter Black Panthers – Vietnam GIs noch zu aggressiv. In: Augsburger Allgemeiner Zeitung vom
07.07.1971, Jahrg. 27, Nr. 152, S. 22.
5) Solidarität mit der Black Panther Partei, vierseitiges Flugblatt aus dem Staatsarchiv München, Mittelteil rechts, verteilt an der Universität München am 11.12.1969, verantwortlich: Solidaritätskomitee für die Black Panther Partei. Besitzanzeige: Staatsarchiv München, Akt der Polizeidirektion München Nr. 9543.

nach oben

3. Aktivitäten der Black Panther
6) Rassenkrieg trübt Weihnachtsfrieden. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 05.12.1969, Jahrg. 25, Nr. 280, S. 40.
7) Beide Zitate: Ibid.
8) Soldaten drohen mit „heißem Winter“. In: Münchner Abendzeitung vom 8.12.69, Nr. 285. S. 9.
9) Unruhe in Augsburger Kasernen. In: Süddeutsche Zeitung vom 9.12.69, Nr. 294, S. 14.
10) Schwarzer Soldat kämpft um seine weiße Weste. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 28.10.1970, Jahrg. 26, Nr. 248, S. 3.
11) Die Black Panthers sind auf dem Sprung. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 03.11.1970, Jahrg. 26, Nr.253, S.18.
12) Black-Power-Demonstration in Pfersee. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 28.04.1971, Jahrg. 27, Nr.97, S.36.
13) GIs wollten Tanzlokal ausräuchern. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 02.06.1970, Jahrg. 26, Nr. 123, S.17.
14) Schwarzer Soldat kämpft um seine weiße Weste. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 28.10.1970, Jahrg. 26, Nr. 248, S. 3.
15) Deutsche Justiz auf Black-Panther-Jagd. In: Süddeutsche Zeitung vom 18.5.1971, Nr. 118. S. 26.
16) Ege, Moritz: Schwarz werden. „Afroamerikanophilie“ in den 1960er und 1970er Jahren, Bielefeld 2007, S.107.
17) What The VOLIs Doing. In: Voice of the Lumpen. Vol. 1, No. 5. S.2.
18) Kein Räuber unter Black Panthers – Vietnam GIs noch zu aggressiv… In: Augsburger Allgemeiner Zeitung vom 07.07.1971, Jahrg. 27, Nr. 152, S. 22.
19) Solidarität mit der Black Panther Partei, vierseitiges Flugblatt aus dem Staatsarchiv München, Mittelteil links, verteilt an
der Universität München am 11.12.1969, verantwortlich: Solidaritätskomitee für die Black Panther Partei. Besitzanzeige:
Staatsarchiv München, Akt der Polizeidirektion München Nr. 9543.
20) Ibid, Mittelteil rechts.

nach oben

5. Die Reaktion des US-Militärs
21) MP: Keine Rassenkonflikte. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 06.09.1968, Jahrg. 24, Nr.205, S.28.
22) US-Übergriffe beunruhigen die Augsburger. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 19.09.1968, Jahrg. 24, Nr. 216, S.20.
23) Die Schwarzen Panther blieben ruhig. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 10.11.1970, Jahrg. 26, Nr. 259, S.18.
24) General will heißen Sommer verhüten. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 10.07.1971, Jahrg. 27, Nr. 155, S. 30.
25) US-Soldaten lernen Toleranz. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 21.12.1970, Jahrg. 26, Nr. 294, Seite 19.
26) 1st Inf Div Sharpening Up It’s Black Studies Program. In: Stars and Stripes (European Edition) vom 10.11.1970, Vol. 29, Nr. 206, S. 1.
27) US-Soldaten lernen Toleranz. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 21.12.1970, Jahrg. 26, Nr. 294, Seite 19.

nach oben

6. Solidarisierungsbewegung in Augsburg?
28) Demonstration gegen den Krieg in Vietnam. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 04.07.1967, Jahrg. 23, Nr. 150, S.10. Sowie: Bei Feiern an Vietnam erinnert. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 05.07.1967, Jahrg. 23, Nr. 151, S. 23.
29) Vietnam-Alles für den großen Sieg in Vietnam!, doppelseitig bedrucktes Flugblatt aus der Flugblattsammlung der Universitätsbibliothek München, verteilt an der Universität München am 13.11.1969, verantwortlich: ASTA Universität/Technische Hochschule/Kunstakademie/Sozialistisches Informationszentrum. Besitzanzeige: Universitätsbibliothek der LMU München/ Flugblätter aus der Universität München (=WU 4 71-179).
30) Wenn GIs desertieren wollen. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 27.03.1968, Jahrg. 24, Nr. 73, S. 20.
31) US-Soldaten zum Desertieren aufgefordert. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 03.02.1968, Jahrg. 24, Nr.28, S. 27.
32) Vietkong fahnen flattern am Königsplatz. In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 01.04.1968, Jahrg. 24, Nr. 77, S. 20.

nach oben

7. Augsburger Black Panther im gesamtdeutschen Kontext – Fazit
33) Kein Räuber unter Black Panthers – Vietnam GIs noch zu aggressiv… In: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 07.07.1971, Jahrg. 27, Nr. 152, S. 22.

nach oben

View research paper as PDF.